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Digitale Marktplätze und Plattformen

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Was sind digitale Marktplätze und Plattformen?

Innerhalb der letzten Jahre hat sich im Internet ein neues Geschäftsmodell entwickelt: digitale Marktplätze und Plattformen, Sie führen Verkäufer mit Käufern zusammen und ermöglichen schnell eine hohe Skalierung des eigenes Geschäftsmodelles. Sie automatisieren Transaktionen, vergrößern die den Käufern zur Verfügung stehende Auswahl an Absatzmärkten und geben Verkäufern Zugang zu neuen Kunden.

 

Am Anfang  standen die Ur-Erfinder der Online-Marktplätze, wie Ebay oder Amazon. Diese beiden sind weiterhin ungeschlagene Platzhirsche und dominieren diesen Markt. Durch den schlechten Ruf im Privaten Bereich, stieg Ebay vom B2C Markt auf den B2B/B2C Markt um und der erste richtige Markplatz war geboren. Online-Händler, wie Amazon, erweiterten ebenfalls Ihr Angebot, stellten also ihre Plattform für Drittanbieter zur Verfügung.

 

Den digitalen Wandel vom stationären Handel oder Kataloghandel schaffte als einer der wenigen, der klassische Versandhändler Otto. Dieser setzt heute nicht nur allein auf den Online-Handel, sondern baut seinen Internet-Auftritt zum Marktplatz aus. Es ist heutzutage noch recht schwierig, sich eine eigene Plattform zu erschaffen, daher ist dieser Markt noch recht unerschlossen und für Branchen aller Art gedacht. Selbstgemachtes, Bekleidung, Dienstleistungen oder Nischenprodukten steht der Markt offen.

Warum Marktplätze?

Online-Marktplätzen und Plattformen bieten die Möglichkeit Anbietern von „normalen“ Online- Shops Ihre Produkte einem größeren Publikum anzubieten. Dieses System bringt Angebot und Nachfrage perfekt zusammen und hat viele Vorteile für Kunden, Anbieter und Unternehmen. Online-Marktplätze und Plattformen stellen allerdings auch große Herausforderungen an die Unternehmen. Prozesse und Anforderungen im Unternehmen müssen identifiziert, technische Lösung individuell angepasst oder ganz neu entwickelt werden. Als IT-Couch unterstützen wir Ihr Unternehmen dabei, Ihre individuelle Plattform aufzubauen.

 

Um einen Marktplatz zu betreiben, bedarf es im Unternehmen spezieller Kenntnisse, die sich von der klassischen E-Commerce Branche deutlich unterscheiden. Diese Fähigkeiten liegen nicht nur im Bereich der technischen Komponenten.  Es erfordert Wissen über die entsprechende Organisation und die Prozesse – kurz: Fähigkeiten. Es gilt die  individuellen Anforderungen Ihres digitalen Marktplatzes  zu erkennen und entsprechende Mitarbeiter zu finden die sich in Ihre Prozesse hineinversetzten können. 

 

Es stellen sich Fragen;

  • wie sieht eine Plattform als funktionsfähiger Unterbau Ihres Marktplatzes aus?
  • Welche Produkte können wir selber anbieten, welche sollen durch Dritte hinzugefügt werden?
  • Wie stark  reglementieren wir für andere Anbieter den Zugang und welche strategischen Ziele können verfolgt werden?

Was bringen diese?

Neben der Tatsache das digitale Plattformen eine hohe Skalierbarkeit bedeuten, ermöglichen Plattformen erhebliche Kosteneinsparungen. General Electric konnte durch den eigenen Marktplatz: „Trading Process Network (TPN)“ 30 % der mit der Beschaffung befassten Arbeitskraft einsparen, die Materialkosten um bis  zu 20 % senken und den Prozess von der Identifikation der Lieferanten über die Auswahl und Verhandlung bis hin zum Vertragsabschluss um neun bis zwölf Tage verkürzen (Abhängig vom Angebot und Branche).

Dies lässt vermuten, dass durch einen eigenen Marktplatz die eigene Verhandlungsposition im Markt oder in einer Branche gestärkt würde, um bspw. die verbesserte Situation dazu nutzen, weiteren Druck auf die Margen ihrer Geschäftspartner auszuüben. 

 

Das ist ein Irrtum: vielmehr können oft für beide Vertragspartner Kosteneinsparungen erreicht werden. Eine wichtige Komponente sind dabei Zeiteinsparungen, z.B. für Marktforschung, Verhandlung, Erfüllung etc..

 

Aus der daraus entstehenden verbesserten Qualität, können Serviceleistungen oder Produkte verbessert werden. Dies führt zu einer erhöhten Kundenzufriedenheit, was sich wiederum auf das „Live Time Value“ auswirkt und nachhaltig zu mehr Umsatz führt.

 

Die digitalen Plattformen übernehmen diese und andere Funktionen, so dass die Unternehmen sich auf ihre Kernaktivitäten konzentrieren können. Weitere Vorteile können eine verbesserte Budgetkontrolle, die Vermeidung von Fehlern, kürzere Verhandlungen bei der Auftragsvergabe oder ein besseres Informationsmanagement und damit ein erhöhter Wissenstransfer sein.

 

Welche Einsatzgebiete bieten digitale Plattformen?

Auf digitalen Marktplätzen können nicht nur physische Produkte gehandelt werden. Sie ermöglichen vielmehr die Erweiterungen von Dienstleistungen und führen Angebot und Nachfrage nach Leistungen zusammen.

 

So entstehen rund um den Globus Marktplätze und Plattformen in denen  Freelancer und Firmen, die Mitarbeiter nur kurzfristig auf Projektbasis beschäftigen möchten oder vollständige Aufträge verhandelt und vergeben werden.

 

Die Vorteile sind für die Firmen eindeutig zu erkennen: so können einmalige Projekte schnelle und ohne Folgekosten für unbeschäftigtes Personal umgesetzt werden. Für den Freelancer und Unternehmen ist es einfacher, neue Aufträge zu gewinnen, ohne auf aufwendige Akquise setzen zu müssen.

 

Damit lassen sich für beide Seiten Kosten und Zeit reduzieren. Selbst wenn eine Vermittlungsplattform nur 5% an Gebühren nimmt, rentiert es sich für die Unternehmen, da ein erheblicher Anteil der Marketingkosten für die Dienstleister entfällt.

Vor -/und Nachteile

Vorteile von digitalen Marktplätzen

  • Der Aufwand für den Kunden entfällt beim  Aufbau eines eigenen Online-Shops, das Selbe gilt für den Aufwand von  Planungszeiten und Marketingkonzepten. Die Gewährleistung  gesetzlicher Regularien wird eingehalten.
  • Produkte und Dienstleistungen können zusätzlichen Käuferschichten zur  Verfügung gestellt werden.
  • Das Angebot kann erweitert werden, ohne große Systemänderungen vornehmen zu müssen.
  • Der Aufwand von bürokratischer  Verwaltung wird reduziert.
  • Der Onlinehändler (Vendor) profitiert von der Bekanntheit und Reichweite des digitalen Marktplatzes.
  • Insbesondere können Nischenshops ihre Produkte einer größeren Zielgruppe verkaufen
  • Marktplätze und Plattformen können für den Verkauf von Rückläufern, B-Ware, Sonderposten u.a. verwendet werden, dadurch kann der eigene Online-Shop eine gewisse Exklusivität beibehalten.
  • Plattformen können als Testshops fungieren und damit wichtige Ergebnisse und Benchmarks für den Produktlaunch im eigenen Shop liefern.
  • Die Markenbekanntheit wird erhöht. Durch Bekanntheit des Marktplatzes kann profitiert werden.
  • Stationäre Händler können mit den Markt erste Erfahrungen im Online-Business sammeln und Ladenhüter oder Angebote dort veräußern und testen.
  • Verkäufer mit eigenem Label oder Produkten  können von der  Reichweite und dem mangelnden Wettbewerb profitieren.
  • Die eigene Marke gewinnt an Relevanz und damit das Vertrauen beim Käufer.
  • Der Zugriff auf internationale Kundenpotenziale wird möglich. Marktplätze können weltweit aktiv sein und entsprechende Reichweite bieten.
  • Der Marktplatz kann ebenfalls zum Testen eingesetzt werden.  Die  Qualitäten von Produkten oder Dienstleistungen lassen sich so überprüfen.
  • Verkäufer können Ihrer Zielgruppe Produkte mit unterschiedlichen Preisstrategien platzieren und diese testen.

Nachteile von digitalen Marktplätzen

  • Zusätzliche Kosten, wie Gebühren und Provisionen müssen gezahlt werden.
  • Durch eine Fremdmarke und Brand kann die eigene  Marke nicht so stark etabliert werden.
  • Am Anfang kann der Lagerbestand der für die Marktplätze vorgehalten werden muss  zu Schwierigkeiten führen, schlechte Lieferzeiten verringern die Kaufbereitschaft.  Zusätzlich kann ein eventuell hoher Anteil an Retouren (garantiert durch Fernabgabegesetz) zu zusätzlichen Logistikaufwand führen.
  • Ein Preiskampf  auf digitalen Marktplätzen und Plattformen erfordert kontinuierliche Anpassung der eigenen Preisgestaltung.
  • Nicht zuletzt werten die Anbieter Ihre Verkaufsaktivitäten aus und passen ihr eigenes Angebot an.
  • Als Händler ist man vom Design, Service, etc. des jeweiligen Marktplatzes abhängig.
  • Durch die verschiedenen Verkäufer im gleichen Segment, kann es  Wettbewerbsdruck kommen.
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